Die stattliche katholische Kirche lässt mit ihrem Stilreichtum auf eine vielfältige Baugeschichte schliessen. Die erste Kirche auf diesem Platz ist bereits 1071 mit der Gründung der Pfarrei erwähnt. Sie ist dem St. Mauritius geweiht, deswegen wird sie von Einheimischen auch «de Moritz» genannt. Unweit der katholischen Kirche befindet sich auch die evangelische Kirche, dazwischen liegt der aussergewöhnlich schön angelegte Friedhof.
Dem ummauerten sogenannten Schloss im Osten des Postplatzes kommt seit jeher in der appenzellischen Dorfarchitektur eine einzigartige Stellung zu. Es ist seit 1780 im Privatbesitz der Familie Sutter und wird auch von ihr bewohnt. Die Innenräume sind nicht öffentlich zugänglich. Direkt angrenzend an das Schloss liegt das Frauenkloster Maria der Engel. Die Schwesterngemeinschaft baute in den frühen 80er-Jahren des 17. Jahrhunderts dieses Kloster.
Das Haus Salesis am Postplatz ist als einziger freistehender Steinbau nebst dem Schloss ein markanter Zeuge dörflichen Patriziats. Der dreigeschossige, massige Baukubus aus verputztem Bruchsteinmauerwerk mit breitem Satteldach stammt aus der grossen Wiederaufbauzeit im späten 16. Jahrhundert.
Besonders markant ist das Haus Konkordia an der Engelgasse, ein Patrizierhaus aus dem 17. Jahrhundert mit steilem Giebeldach. Eine reiche ornamental dekorierte Täferbemalung überzieht die ganze Südfassade. Auf der Hohlkehle der Dachuntersicht sind die acht Lebensalter dargestellt. Diese lebhafte, farblich dezente Bemalung geht auf August Schmid (1930) zurück.
Die Heiligkreuzkapelle an der Hauptgasse wurde nach dem verheerenden Dorfbrand 1560 wieder aufgebaut. Die Glasfenster mit den fünf Geheimnissen des schmerzhaften Rosenkranzes schuf Ferdinand Gehr 1964.
Eine besondere Augenweide sind die «Tafeen», vorwiegend im Dorfzentrum anzutreffen. Ein «Tafeen», ursprünglich Taverne, ist ein Aushängeschild nicht nur für Gasthäuser.